Getreide und ihre Verwendung

1. Die wichtigsten Arten im Raum Gütersloh

Roggen(Secale cereale)
Geschichte und Herkunft:
Der Roggen ist die wahrscheinlich jüngste Getreideart, denn er wird erst seit etwa 2.500 Jahren genutzt. Er stammt aus Kleinasien von einer wilden Roggenart - dem Bergroggen - ab. In Deutschland tauchen Roggenkörner in archäologischen  Ausgrabungen erst relativ spät auf, nämlich 3.000–3.500 Jahre nach dem Beginn der Ackerbaukultur. Weil er im Gegensatz zum Weizen in kürzerer Zeit reift, ist er zum wichtigsten Getreide Norddeutschlands, Polens und Russlands geworden. In Deutschland wurden 2012 etwa 3,9 Mio. Tonnen Weizen auf einer Anbaufläche von rd. 710.000 ha geerntet.
Inhaltsstoffe:
Lysin, Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Fluor, Kieselsäure, Jod, Foliumsäure und Eisen. Vitamine der B-Reihe.
Verwendung:
Brot (Vollkorn- und Schwarzbrot) Getreidegerichte, Knäckebrot, Alkoholherstellung
Besonderheit:
Wirkt blutreinigend und regt die Darmfunktion an. Durch hohen Anteil von Klebereiweiß gut geeignet zur Brotherstellung. Roggenmehl erhält seine gute Backfähigkeit jedoch erst im Sauerteig. Die Säure sorgt für eine längere Haltbarkeit der Roggenbrote. Der Roggen verträgt raues Klima und hat wenige Ansprüche an die Bodenqualität. Die Roggenhalme ragen bis 2 m in die Höhe und sie sind so elastisch gebaut, dass sie der Wind nur selten umknickt. Wird fast ausschließlich als Winterroggen angebaut (Aussaat im Herbst, überwintert als grüne Pflanze). ...weiterlesen

 

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